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Cook Islands – Rarotonga

Die Nacht war hart, kurz und kalt. Als wir um 6 Uhr morgens endlich einchecken durften, waren wir also mehr als glücklich darüber. Es war eine Wohltat unser großes Gepäck abgeben zu dürfen und nun auch zum Gate vorrücken zu können. Wir genehmigten uns erst einmal ein Frühstück und bekamen auch noch irgendwie die letzten 3 Stunden vor unserem Abflug nach Auckland herum. Als unser Flug dann aufgerufen wurde, freuten wir uns auf ein wenig Schlaf im Flugzeug und darauf, bald eine Trauminsel erreicht zu haben.

Vorab hieß es jedoch noch einmal Umstieg in Auckland. Da wir nur eine knappe Stunde für den Transit hatten, wurde es etwas hektisch, als wir auch noch Verspätung hatten. Zur obligatorischen Sicherheitskontrolle, bei der wir übrigens gezwungen wurden unsere Wasserflaschen auszutrinken (es gab auf dem Weg aus dem Flieger keine Toilette oder Mülleimer), kam auch noch der Wunsch schnell etwas zu essen zu kaufen. Schließlich gibt es heutzutage nicht einmal mehr die kleinen Snacks auf den billigen Flügen, sondern einfach gar nichts. Außer natürlich gegen horrende Preise. Wir stürzten uns also Richtung Burger King und während ich auf die Toilette rannte, sollte Christoph bereits das Essen bestellen. Bei meiner Rückkehr, sah ich jedoch nur den ratlosen Christoph vor mir stehen. Er fragte, ob ich den Geldbeutel eingesteckt hatte. Dies konnte ich nur verneinen. Also ein kurzer Schockmoment. Wo war unser Geldbeutel hin? Schnell wurden alle Taschen mehrfach gecheckt, aber leider ohne Erfolg. Das war nun der Supergau. Denn nicht nur unser letztes Bargeld befand sich dort drin, sondern auch unsere Kreditkarten und mein Führerschein. Dazu saß uns der Zeitdruck im Nacken. Wir rannten also zum Gate und fragten die Mitarbeiterin, ob sie in dem Flugzeug, in dem wir gerade aus Melbourne gekommen waren, nachfragen konnte ob ein Geldbeutel gefunden wurde. Auch diese Idee stellte sich jedoch als erfolglos heraus. Die supernette Dame am Gate, half uns so gut es ging weiter, und nachdem klar war, dass wir nun erst einmal ohne Geldbeutel weiterreisen mussten, kam uns noch unser Geld in anderen Währungen in den Sinn. Wir hatten vorsichtshalber Dollar und Euro in einem unserer Rucksäcke und konnten somit wenigsten unsere letzten US-Dollar in NZ-Dollar umtauschen. Außerdem schrieben wir über das Flughafen Internet noch schnell eine Email nach Melbourne, ob man dort bereits unseren Geldbeutel gefunden hatte. Da wir dann vorerst nichts weiter tun konnten, als nach Rarotonga zu fliegen, versuchten wir uns während des Flugs wenigstens ein wenig von diesem Schock zu erholen und ein wenig Schlaf zu finden. Glücklicherweise war das Flugzeug nicht ausgebucht, so dass wir zumindest die Reihe für uns alleine hatten.

In Rarotonga angekommen, empfingen uns dichte Wolken und Regen. Nicht ganz, was wir uns vorgestellt hatten, aber es war wenigstens schön warm. Außerdem hatten wir bereits über unsere Unterkunft eine Abholung organisiert, so dass wir zumindest bald in einem richtigen Bett liegen würden. Aber selbst nach längerer Suche, was nicht lange dauerte schließlich war der Flughafen ungefähr so groß wie eine deutsche Schule, konnten wir niemanden finden. War das zu fassen? Was war denn das für ein Tag? Wir hatten keinen Empfang und der Flughafen bot kein Internet. Erst nachdem uns eine nette Frau von der Insel weiterhelfen konnte, fanden wir unser Auto. Doch der Tag sollte einfach kein Ende nehmen. Denn kaum am Haus angekommen, fing das nächste Problem an. Niemand war da um uns in unsere Wohnung zu lassen und es war bereits 23 Uhr Nachts. Zum Glück kannte sich auf der Insel jeder und unsere Vermieterin wohnte auf der anderen Straßenseite. Komisch fanden wir das doch alles. Als uns plötzlich ein schrecklicher Verdacht in den Sinn kam. Hatten wir etwa die Zeitverschiebung vergessen? Schließlich waren wir am 26.11. losgeflogen, aber am 25.11. angekommen. Skurril oder? Hatten wir diese „zurück in die Vergangenheit-Verschiebung“ bedacht? Schnell wurde unser Handy gezückt und die Buchung überprüft und wir sanken in unseren Sitzen zusammen. Oh Nein. Wir hatten es tatsächlich vergessen. Wir schämten uns, waren fassungslos, dass uns sowas passieren konnte. Außerdem war es irgendwie die Kirsche auf der Sahnehaube für diesen völlig verkorksten Tag. Zum Glück war das Gemüt der Inselbewohner sehr entspannt und nachdem die Vermieterin zu uns herüber kam, gewährte sie uns ohne ein kritisches Wort Zugang zur Wohnung. So konnten wir nach diesem ganzen Stress wenigstens endlich in ein richtiges Bett fallen und den ganzen verpassten Schlaf nachholen.

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Erster Eindruck der Insel.

Der kommende Morgen begrüßte uns in etwas so, wie wir uns fühlten. Es regnete in strömen und alles wirkte etwas trüb. Selbst, dass unsere kleine Wohnung nur zwei Meter vom Meer entfernt lag, konnte momentan die Stimmung nicht heben. Zu erst mussten wir herausfinden ob wir mit unseren verbliebenen EC-Karten Geld abheben könnten und mit dem Flughafen in Melbourne Kontakt aufnehmen, ob man unseren Geldbeutel gefunden hatte. Im strömenden Regen mit einer miserablen Laune, stapften wir unter einem Schirm zum nahen EC Automat vor einem Supermarkt. Zitternd und betend, standen wir davor uns versuchten unser Glück. Als dann die erlösende Nachricht auftauchte, dass das Abheben von Bargeld funktionierte, waren wir fast den Tränen nahe. Diese Freude die man empfindet, wenn man, gefangen auf einer kleinen Insel, plötzlich zu Geld kommt, kann man nur schwer in Worte fassen. Aber nun wussten wir, wir müssten nicht über Western Union Geld aus der Heimat auf die Insel schicken lassen. Puh.

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Einzigartiges Gewitter.

Mit dem erhaltenen Geld gingen wir erst einmal in den Supermarkt einkaufen und deckten uns für die ersten Tage mit Lebensmitteln ein. Der Rückweg war leider nicht weniger regnerisch und auch der restliche Tag wurde einfach nicht besser. So verbringen wir ausnahmsweise und trotz des Besuchs einer Südsee-Insel den restlichen Tag im Bett bei einer Tasse Tee. Erst am Ende des Tages gibt es ein Highlight. Ein spektakuläres Gewitter war über dem Horizont aufgezogen und mit der untergehenden Sonne, entstand ein einmaliges Schauspiel.

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Unser Blick vom Balkon.

Leider blieb der Regen über der Insel hängen und so war auch der kommende Tag sehr regnerisch. So hatten wir uns den Aufenthalt irgendwie gar nicht vorgestellt. Aber wir machten das beste daraus, schrieben eifrig an unseren Blog-Einträgen und genoßen auch einfach mal das nichts tun. Das war viel zu lange viel zu kurz gekommen. Als es endlich eine Regenpause gab, unternahen wir einen kurzen Strandspaziergang und trotz des trüben Wetters, bekamen wir langsam eine Ahnung davon wie wunderschön diese Insel ist. Am Abend konnten wir endlich einmal wieder in einer richtigen Küche kochen, auch wenn es nur Pasta mit Tomatensosse gibt. Gegessen wurde auf dem Balkon mit Blick auf die untergehenden Sonne und langsam kommt die Freude hoch, dass wir auf dieser Insel gelandet sind.

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Endlich Sonne und echte Traumfotos.

Der nächste Tag war endlich sonnig! Yuhei! Das wollten wir auch gleich voll auskosten und zur nahen Stadt Muri laufen. Vorerst gönnten wir uns aber ein ausgedehntes Frühstück und einen Plausch mit unseren Nachbarinnen die aus den Niederlanden stammen. Danach legten wir die hälfte der Strecke am Strand zurück, wobei uns ausfällt wie traumhaft die Insel ist. Hinter uns erstreckte sich das Vulkangebirge, vor uns das Riff, welches sich rings um die Insel gebildet hatte. Da wir nach all den schlechten Tagen kaum mehr so intensive Sonne gewöhnt waren, mussten wir irgendwann auf die Straße wechseln und suchten im Schatten der Bäume ein wenig Abkühlung. Denn Fusswege gibt es hier keine. In Miri angekommen suchten wir den Internetshop auf und konnten uns zwischen zwei Angeboten für Internet entscheiden. Wow. Das war mal eine Vielfalt. Kurzerhand wurde ein Paket mit 2GB erstanden was uns schlappe 50$ kostete. Aber gut, wir waren schließlich auch ziemlich ziemlich weit vom nächsten Festland entfernt.

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Clockwise-Bus!

Danach schlenderten wir noch etwas durch den „riesen“ Ort und warteten dann auf den Bus. Da sich meine FlipFlops (das 5. oder 6. Paar mittlerweile) leider als Fehlkauf herausstellten, hatte ich bereits Blasen an den Füßen, so dass wir nicht mehr zurück laufen wollten. Es gibt genau zwei Linien auf der Insel, „Clockwise“ und „Anticlockwise“. Bedeutet schlichtweg, dass der eine Bus im Uhrzeigersinn um die Insel fährt und der andere entgegengesetzt. 5$ durften wir dann für die Fahrt pro Person bezahlen, was wir als recht teuer für die kurzen Distanzen empfanden. Aber gut, was macht man nicht alles wenn die Füße schmerzen. Nicht wahr Ladys?

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Blick aus dem Balkon.

Zurück in der Unterkunft, wird zu erst der Router mit der neuen SIM Karte gefüttert und seit zwei Tagen steht uns endlich wieder Internet zur Verfügung. Tatsächlich hatten wir bereits eine Nachricht vom Fundbüro aus Melbourne bekommen, leider jedoch nur mit einer Rückfrage zu unserer Anfrage. Da es in der Zwischenzeit wieder angefangen hatte zu regnen, widmen wir den restlichen Tag einigen Recherchen und Christoph konnte sich um die Bilderflut kümmern, die sich in letzter Zeit angestaut hatte. Am Abend wiederholt sich unser Ritual mit der Pasta beim Sonnenuntergang und es war einfach faszinierend, wie sich die Farben jeden Tag anders darboten.

Schon am Morgen hörten wir wieder das enttäuschende Geräusch von Regen auf unserem Dach. Das konnte doch nicht wahr sein? Wir waren wohl die ganze Strecke bis auf eine der Cook-Inseln geflogen um ausschließlich „im Regen zu stehen“. Weil es stark regnete, wollten wir noch nicht das Haus verlassen und ließen die ersten Stunden des Morgens mit eine Frühstück und ein bisschen gammeln an uns vorüber streichen. Christoph wollte dann die einmalige Stimmung, trotz Regens, gerne festhalten und machte sich auf zu einem kleinen Fotowalk. Dabei erkundigte er sich bei dem nahen Rollenverleih über dessen Konditionen und staunte nicht schlecht. Man darf auf Rarotonga auch ohne gültigen Motorradführerschein fahren, allerdings nur wenn man bei der örtlichen Polizei durch eine kurze Testfahrt beweist, dass man auch fähig ist zu fahren. Dazu kommt, dass man auf der gesamten Insel nur 50 km/h fahren darf, egal ob Auto, Bus oder Roller und wenn man ohne Helm fahren will, gibt es dafür auch eine Regel. Einfach nur maximal 40km/h fahren, dann ist das auch okay. Häää? Als wenn die 10km/h einen Unterschied bei einem Unfall machen würden.

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Kokosnuss Pflücker!

Nun gut, aber wir würden diese Erfahrung auf den kommenden Tag verschieben, da es einfach schon zu spät geworden war und es sich nicht mehr lohnen würde, den Roller auszuleihen. Am Mittag zogen dann endlich die Wolken vorbei und wir konnten das tun, für was wir hier her gekommen waren. Wir legten uns in die Sonne an den Strand und schlossen die Augen. Aaaah. So sollte das sein. Auf dem Rückweg zum Haus, übrigens nur ungefähr 10 Schritte, entdeckte Christoph einige reife tiefhängende Kokosnüsse und konnte endlich wahr machen, was er schon die ganze Zeit vorgehabt hatte.

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Sonnenuntergang bei spiegelglattem Meer.

Mit Hilfe eines langen Palmwedels stocherte er an den Früchten herum, bis tatsächlich eine ihren Weg zum Boden fand. Mit Hilfe der Machete unserer Vermieterin, kamen wir auch an den fruchtigen, süßen Saft heran. Diese orangenen, frischen Kokosnüsse sind einfach die Besten – lecker! Da endlich die meisten Wolken verschwunden waren, kamen wir, in Kombination mit dem spiegelglatten Meer, zu einem weiteren unvergesslichen Sonnenuntergang.

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Rollertour!

Da der kommende Morgen nur Sonnenschein versprach, liehen wir uns bereits am Morgen einen Roller für die kommenden Tage. Da mein Führerschein in unserem bisher noch verschwundenen Geldbeutel steckte, konnte dieses Mal nur Christoph fahren. Eine ungewohnte Situation, da wir uns immer so aufteilten, dass ich fuhr und er fotografieren konnte. Aber alles hat sein erstes Mal und so machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf dem Weg in die Hauptstadt der Insel ganz im Norden. Die Insel bietet gerade eine Hauptstraße und diese führt genau einmal um die Insel herum. Wir konnten uns also entscheiden ob mit oder gegen den Uhrzeigersinn.

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Schöner Strandabschnitt.

Nachdem diese wichtige Entscheidung geklärt war, mit dem Uhrzeigersinn, machten wir uns auf den Weg. Es ist eine wunderschöne Insel, mit mehr Autos als wir uns ursprünglich vorgestellt hatten, aber uns erwartete eine angenehme Fahrt mit dem Roller. Wir entschieden uns übrigens, für den Helm. Wir wollten ursprünglich einen Großeinkauf im dortigen Supermarkt machen, mussten aber überrascht feststellen, dass die Preise noch teurer waren, als in unserem kleinen Verkaufsraum im Süden der Insel. Trotzdem besorgten wir das Nötigste.

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Langsam zieht es sich wieder zu.

Da wir nun bereits auf der Hälfte der Strecke angelangt waren, entschieden wir uns einfach eine komplette Rundtour um die Insel zu machen. Die andauernden Ausblicke auf das Meer und die Vulkane verzauberte uns. Jedoch sahen wir am Himmel bereits wieder dunkle Wolken aufziehen und wir schafften es gerade mit dem einsetzenden Regen Zuhause anzukommen. Da der Regen bis zum Abend nicht mehr nachlässt, kochten wir in Ruhe und bei einem kühlen Bier genoßen wir unser Leben. Wir versuchten bisher immer wieder einige Minuten zu finden in denen wir uns darauf besinnen, wie viel Glück wir haben, solch eine Reise antreten zu dürfen.

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Wunderschönes Panorama mit glasklarem Wasser.

Der Regen vom Vortag, zog sich leider bis in den neuen Vormittag hinein. Wir nutzten eine kleine Pause am Mittag um mit den zur verfügung stehenden Kajaks bis zum Riff hinaus zu paddeln. Es war unglaublich wie klar das Wasser unter uns war, schnorcheln wäre nicht besser gewesen und an einigen Stellen ist das Wasser, wegen der einsetzenden Ebbe, gerade einmal wenige Zentimeter von uns entfernt. So hatten wir ein Riff noch nie gesehen.

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Unsere fleissigen Helfer beim Kampf gegen die Fliegen.

Bei unserer Rückkehr, zog langsam wieder Regen auf, so dass wir den restlichen Tag mit Planung und Recherche verbringen. Außerdem tun wir etwas, das wir die ganze Zeit vor uns her geschoben hatten. Wir wollten dieses Thema einfach noch nicht an uns heran lassen, aber langsam wurde es Zeit. Wir buchten unseren Heimflug. Noch nie war uns eine Flugbuchung so schwer gefallen, schließlich legten wir damit fest, wann unsere Reise zu Ende sein würde. Und da uns das Reisen bisher immer eine große Freude bereitet hatte, wollten wir dies natürlich nicht enden lassen. Aber trotzdem wurde die Familie und unsere Freunde informiert, schließlich freuten wir uns auf der anderen Seite auch darauf, unsere Lieben wiederzusehen.

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Hmmm…. lecker. Jeden Cent wert.

Für den kommenden Tag hatten wir eine Wanderung auf die Spitze einer der Berge der Insel geplant. Leider mussten wir warten bis der Regen verschwand aber wir wussten uns die Wartezeit zu versüßen. Im gegenüberliegenden „Saltwater-Café“ gönnten wir uns zwei Stück Kuchen die zwar eine ziemlich teure Sünde waren (20$ für zwei Stück Kuchen), aber eine verdammt leckere dafür. Dafür hatte sich die Ausgabe gelohnt.

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Echter Outdoor-Walk.

Bis nach 14 Uhr mussten wir dann noch ausharren, bis wir uns endlich auf den Weg machen konnten. Wir parkten an einem nahen Wasserfall, nicht ohne Parkgebühren zahlen zu müssen, und machten uns auf einem schlammigen, glitschigen Wanderweg auf den Weg zur Spitze. Die kommenden Stunden stellten sich dann als richtiges Abenteuer heraus, waren einige der kleinen Rinnsale zu einem richtigen Fluss angeschwollen. Für uns bedeutete das immer wieder unsere Schuhe auszuziehen und durch das manchmal knietiefe Wasser zu warten.

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Wenigstens erhaschen wir einen kurzen Blick auf den Gipfel.

Der Weg selbst wurde immer steiler und beschwerlicher, da wir dazu auch immer mehr Zeit verloren durch das ständige Schuhe ausziehen, merkten wir irgendwann, dass wir es zeitlich nicht mehr bis zum Gipfel schaffen würden. Wir wollten unter allen Umständen verhindern, dass wir diesen glitschigen steilen Weg im Dunkeln wieder hinabsteigen müssten. Daher entschieden wir uns dann schweren Herzens uns auf den Rückweg zu machen.

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Doch noch einen wunderschönen Ausblick.

Es wurde ein schneller Abstieg ohne Pausen. Erst kurz vor dem Ende, machten wir einen kurzen Abstecher auf einen kleinen Hügel. Von dort bewunderten wir noch eine fantastische Aussicht, denn das Sonnenlicht ließ die uns umgebende Natur in einem goldenen Glanz erstrahlen. Im Anschluss fuhren wir noch schnell mit dem Roller an den Strand um den Sonnenuntergang ein weiteres Mal in vollen Zügen zu genießen. Im Dunkeln kamen wir glücklich, durchgeschwitzt und auch komplett vermatscht in unserer Wohnung an. Nach einer ausgiebigen Dusche, bereiteten wir uns ein schnelles Abendessen vor und fielen danach ins Bett.

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Einmaliger Moment.

Unser letzter Tag brach an und ausnahmsweise wurden wir nicht mit Regentropfen auf dem Dach geweckt. Daher entschied Christoph spontan eines der Kajaks zu nehmen und für den Sonnenaufgang etwas hinaus zu paddeln. Er hatte dann nicht nur das Glück in den Genuss einer fantastischen Farbstimmung zu kommen, sondern bekam auch noch einen vollen Regenbogen vor die Linse. Unbeschreiblich.

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Endlich mal ein Strandtag.

Nach seiner Rückkehr gab es ein ausgiebiges Frühstück. Da unsere Abreise bald bevor stand, fingen wir bereits an all unsere Vorräte zu leeren. Da es zwar bewölkt war, sich aber ein sonniger Tag ankündigte, entschieden wir uns einen längst überfälligen Schnorchel- und Strandtag zu machen. Mit dem Roller fuhren wir zu einem nahen Strandabschnitt, von dem man aus schnell ins tiefere Wasser kommen konnte. Auf der restlichen Insel kam es nämlich teilweise vor, dass man bis zur Riffkante in hundert Metern Entfernung nur eine Wassertiefe bis zum Knöchel hatte.

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Artenreiche Unterwasserwelt direkt am Strand.

Wir ließen uns in der Sonne brutzeln und suchten  Abkühlung beim Schnorcheln. Tausende von kleinen und sogar riesigen Fischen erwartete uns im kristallklaren Wasser. Wir waren völlig überrascht, dass wir teilweise bis zu 1 1/2 Meter lange blau glitzernde Fische direkt neben uns hatten. Da das Wasser eine angenehme Temperatur von über 25Grad hatte, verbrachten wir, gefühlt, Stunden, im Wasser. Aber die vielen noch lebenden Korallen vollendeten diese wunderschöne Unterwasserwelt, von der wir einfach nicht genug bekamen.

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Einmaliger Burger. Yammie.

Nachdem wir fast den ganzen Tag einfach mal entspannt und den Bauch in die Sonne gestreckt hatten, entschlossen wir uns nochmals für eine Rundtour über die Insel, damit Christoph dieses Mal mehr Zeit für die Fotografie hatte. Doch der Tag ging viel zu schnell vorbei und für unseren letzten Abend entschieden wir uns, wenigstens einmal auf der Insel essen zu gehen. Wir hatten bereits vorab in Muri, dem kleinen Nachbarort, ein kleines Burgerrestaurant entdeckt und die Bewertungen die wir gelesen hatten, sollten auch recht behalten. Es war ein einmaliges Geschmackserlebnis und bis dato hatten wir noch keinen so leckeren Burger gegessen. Wieder zurück zu Hause, ließen wir diese Woche bei einem Schluck lokalem Bier ausklingen. Da der kommende Morgen bereits um vier Uhr morgens beginnen würde, packten wir bereits an diesem Abend unsere Sachen wieder zusammen.

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Einsteigen bitte.

In aller Frühe standen wir dann auch am kommenden Morgen vor unserem Haus und warteten auf den bestellten Abholwagen. Leider ließ uns dieser einige Zeit warten, aber der nahe Flughafen ist so klein, dass wir uns keine Gedanken machten. Als wir diesen dann mit einiger Verspätung erreichten, zeigte sich, dass er nicht nur klein, sondern mini war. Der Check-In Bereich war nicht größer als eine kleine Wohnung und auch der Wartebereich entpuppte sich als kleiner Saal mit direktem Blick auf die Landebahn. Wir hatten ein wenig Wehmut diese wunderschöne, einmalig und exotische Insel zu verlassen, aber die Vorfreude bald in Hawaii ankommen zu würden, war einfach größer.

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