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Australien – Bodalla Park Forest / Lake’s Entrance

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Saphir Küste

An diesem Morgen hatten wir wieder eine recht lange Strecke vor uns, so dass wir uns entschieden nur ein kurzes Frühstück zu machen. Danach ging es auf den Weg gen Süden. Nach über vier Stunden Fahrt machte sich nach dementsprechend aber schon unser Magen bemerkbar. Da es ein sonniger Tag war, wollten wir diesen auch nicht nur hinterm Steuer verbringen. Wir legten also einen Stop in Merimbula ein, bekannt als Juwel der Saphir Küste, und informierten uns in der Touristen Informationen über schöne Stellen um eine Pause zu machen. Der nette Herr zeichnete uns danach gefühlte 50 „atemberaubende“ Strandabschnitte ein und meinte einer sei schöner als der andere. Na super. Da dachten wir er könne uns helfen eine Entscheidung zu treffen und machte es umso schwerer. Da wir noch unentschlossen waren, gingen wir deshalb erst einmal ein paar Lebensmittel einkaufen und erhaschten dabei noch einen Nudelsalat im SuperSonderangebot. Wir sind mittlerweile noch schlimmere Sparfüchse geworden als zuhause. Wie soll das nur weitergehen?!

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Einzigartige Wasserfarbe #nofilter

Danach entschieden wir uns einfach spontan für einen Küstenabschnitt etwas südlicher von uns. Es stellte sich als kleiner, versteckter und wunderschöner Strand heraus. Warum dieses Gebiet Saphir Küste heißt, wird auch umgehend klar. Das Wasser schimmert in allen erdenklichen Türkistönen und lässt einen sofort an den Edelstein und seine Schönheit denken. Wir packten an einem der wenigen Tische unser Chili vom Vortag, den gekauften Nudelsalat aus und mit den noch vorhandenen Wraps wurde es zu einem leckeren Mittagessen. Nachdem wirklich nichts mehr in uns hinein passte, packten wir wieder alles in die „Küche“ zurück und legten uns noch ein paar Minuten an den Strand. Zum Schwimmen war das Wasser einfach viel zu kalt.

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Grüne Wiesen so weit das Auge reicht.

Leider fehlte uns die Zeit den Ort noch intensiver zu genießen und wir befanden uns schnell wieder auf dem Highway entlang der Küste. Wir durchqueren das Gippsland mit seinen endlosen Wiesen und großen Wäldern. Man hatte das Gefühl alles ist nochmal viel grüner und saftiger als bisher. Mitten in diesem landschaftlich schönen Gebiet liegt Lake’s Entrance. Eine Landzunge von der man schöne Ausblicke auf den Kanal „The Entrance“ und die zahlreichen Seen genießen kann. Bevor wir auch in den Genuss dieser kommen durften, ging unser Weg noch zu einem der Lebensmittelläden. Beim Ausparken fuhr ich leider und unwissentlich über einen vor uns liegenden Randstein. Und genau in diesem Moment fuhr ein Polizeiwagen hinter uns entlang. Anstatt aber einfach stehenzubleiben, fuhr ich einfach mit dem hinteren Reifen auch noch mal drüber. Wenn schon, denn schon. Wir vermuten, die Polizisten konnten uns lachen sehen, denn sie fuhren grinsend an uns vorbei.

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Lake’s Entrance

Danach suchten wir uns einen Aussichtspunkt auf einem erhöhten Punkt und konnten das Licht der tief stehenden Sonne über der Landschaft genießen. Im Anschluss machten wir uns auf zu einem gewöhnungsbedürftigen Campingplatz. Er liegt zwar wunderschön mitten im Wald, etwas versteckt und nur über eine Schotterpiste zu erreichen, es stellt sich aber jedoch als nur wenige Quadratmeter große Fläche mit einem angrenzenden Klo heraus. Die Toilette bietet nicht einmal Wasser, so dass es die bisher einfachsten sind die wir je zur Verfügung hatten. Aber hey, wir hatten wenigstens welche.

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Schöne Lichtstimmung auf dem Weg zum Campingplatz.

Mit uns waren nur noch zwei weitere Camper vor Ort. Erst spät am Abend kam eine junge Alleinreisende und uns wird bewusst, wie froh wir sind zu zweit zu reisen. Wir motivieren uns gegenseitig, haben immer jemanden zum Austausch, Entscheidungen können geteilt werden und auch die geteilten Kosten. Wir bewundern immer den Mut derjenigen die sich alleine auf solch eine Reise machen, neben dem stetigen Kennenlernen anderer Mitreisender, ist man trotzdem oft alleine und auf sich gestellt.

Wir bereiteten noch ein leckeres Abendessen zu, flüchteten aber gleich nach Beendigung dieses in den Van. Es gab einfach zu viele Mücken und Insekten hier die sich auf alles niedersetzten. Wir mummelten uns also lieber unter die Decke, tranken noch einen Schluck Rotwein und genehmigten uns einen leckeren Schokokeks. Beim Besprechen wie wir denn bald unser geliebtes Auto verkaufen wollten, ließen wir den Tag zu Ende gehen.

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