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Malaysia – Tioman

Unseren letzten Tag auf den Perhentians konnten wir voll auskosten, da wir uns für einen Nachtbus in Richtung Tioman entschieden hatten. Erst am späten Nachmittag brachte uns das Speedboot wieder zurück ans Festland. Während der Fahrt trafen wir zwei Spanier wieder die auch auf dem Campingplatz gewohnt hatten. Die beiden würden zwar nach Singapur weiterreisen, wir stellten jedoch fest, dass sie zum gleichen Busbahnhof mussten und auch einige Stunden bis zur Abfahrt zu überbrücken hatten. Wir schlossen uns also zusammen und machten es uns nach der Taxifahrt zum Busbahnhof in einem nahegelegenen Streetfood-Corner bequem. Christoph und ich probierten uns einmal quer durch die verschiedenen Anbieter. Es machte uns eine Freude das Essen so zu kosten, wie es die Einheimischen essen und in diesem Fall auch kochen, denn alle angebotenen Speisen sind hausgemacht und werden dann vor Ort verkauft. Nach fünfstündigem Ausharren, kommt letztendlich auch endlich unser Bus. Die Idee einen Nachtbus zu nehmen basierte auf dem Trugschluss, dass wir in diesem schlafen können würden, aber leider hatten wir da nicht an den „Luxus“ eines malaysischen Buses gedacht, der auch zu nächtlichen Zeiten noch ein Fussballspiel auf die Fernseher überträgt und die Klimaanlage wieder auf benutzerfreundliche -20°C stellt. Wir dösten also leider nur ein bisschen und kamen völlig gerädert um 07:00Uhr morgens in Mersing an. Nach einem kurzen, aber trotzdem auslaugenden Fußmarsch, aufgrund des überdurchschnittlich schwülen Tags, kauften wir unsere Fährtickets und genoßen noch schnell ein kleines Frühstück. Wir fingen bereits an uns ein bisschen über unsere Entscheidung, auf die Insel Tioman zu reisen, zu ärgern da wir nicht nur einen überteuerten Preis für die Fähre zahlen mussten, sondern jeder Tourist durfte freundlicherweise auch noch einen Eintritt für die Insel zahlen. Ingesamt kostete uns somit allein die Überfahrt (inkl. Rückfahrt) 50€, was dem Wert entsprach den wir für vier Übernachtungen auf den Perhentians gezahlt hatten. Naja gut, wir wollten mal abwarten wie es weiterläuft. Nach einer endlosen Warterei durften wir dann endlich auf die Fähre die, man kann es wirklich kaum in Worte fassen, ein Eisschrank war. Wir zogen uns alles an, was wir griffbereit hatten und hofften, dass die zweistündige Überfahrt einfach nur schnell vorbei gehen würden. Zum Glück übermannte uns ein wenig die Müdigkeit und den Großteil verpassten wir schlafend. Auf Tioman angekommen, hatte sich unser Hotel auch nach mehrfachem Anrufen und schriftlicher Anfragen immer noch nicht gemeldet und so mussten wir unseren Transfer auf die andere Seite der Insel selbst organisieren. Auch hier waren dann nochmals 15€ fällig, unsere Laune sank. Auch wenn die Fahrt selbst auf der Ladefläche eines Trucks nicht alltäglich war, wurde der Tag nicht besser. Wir leisteten uns nach nun fast 5-wöchigem Reisen eine etwas teurere Unterkunft mit dem Wunsch ein bisschen mehr Luxus als sonst genießen zu dürfen. Leider brachte man uns direkt bei der Ankunft auf den Boden der malaysischen Tatsachen zurück. Die „Begrüßung“ war die bitterste unserer bisherigen Reise:
Christoph: „Wir haben reserviert.“
Hotel: „Name?“
Christoph: „Commandeur“
Hotel: „Frühstück 8 bis 10 Uhr.“ und drückte uns den Schlüssel in die Hand.

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Willkommener Gast

Auch das Deluxe Zimmer stellte sich leider als nichts weiter als ein etwas größeres Doppelzimmer heraus. Nun ja… der Strand, mit zumindest zwei (!) Liegestühlen für alle Gäste, war zumindest sehr schön. Wir konnten also trotz aller Ärger die insgesamt fünf Tage, vor allem am Strand liegend, genießen. Vor allem die nächtlichen Blicke in den Himmel ließen uns teilweise erstarren. Mit bloßem Auge konnte man vom Strand die Milchstraße sehen – wunderschön! Außerdem konnten wir die unverplanten Tage gut fürs Arbeiten am Laptop nutzen. An einem dieser Tage wurden wir Mittags plötzlich währenddessen von einer anschmiegsamen Hundedame besucht. Fast fühlte man sich wie Zuhause, wenn Leo zu unseren Füßen liegt.
Abgesehen vom Blog schreiben oder am Strand liegen, beschäftigten wir uns noch mit der weiteren Reiseplanung die aber, aufgrund des wieder einmal unbeständigen Internets, sehr mühselig war. Wir kamen uns als nervige Touris vor, denen nichts wichtiger ist als immer am Smartphone zu hängen. Wir wollten doch aber eigentlich nur einmal eine halbe Stunde eine anhaltende Verbindung.
Schön fanden wir die Aussage einer Mitarbeiterin auf die Frage ob das Internet denn gehen würde, dass das WiFi wohl momentan nicht gut sei, weil gerade so viele darauf zugreifen würden. Hm… Da es nur im Restaurant einen Zugang gibt und sich außer uns nur sechs Mitarbeiter dort aufgehalten hatten, glich die Aussage der Dame eher einer Verar****.  Aber gut, irgendwie passte dieses etwas unfreundliche, touristenabneigende Verhalten zu den letzten Wochen in Malaysia. Die viel versprochene asiatische Freundlichkeit suchten wir hier nämlich vergebens.

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Tschüss Malaysia – Singapur wir kommen!

Da wir bereits sehr weit südlich in Malaysia angekommen waren, entschlossen wir unseren Aufenthalt in Malaysia nach dem Besuch der Insel Tioman zu beenden und direkt von dort über Land nach Singapur zu reisen. Wir können es kaum erwarten endlich wieder ein paar Tage in einer Stadt zu verbringen und Annehmlichkeiten wie Wäsche waschen nutzen zu können!

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