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Malaysia – Kuala Lumpur

Nach 21 Tagen Sri Lanka ist es soweit und wir bereisen unser zweites Land – Malaysia. Nach einem Nachtflug kamen wir in aller Frühe in Kuala Lumpur an. Fast den kompletten Flug hatten wir beide verschlafen, da uns die anstrengende Anreise zum Abflughafen in Colombo noch in den Knochen steckte. Die Landung in KL (wie Kuala Lumpur überall nur genannt wird) war die Beste die wir bisher erlebt hatten. Die Landebahn muss wohl sehr lange sein, so dass die Flugzeuge sich in aller Gemütlichkeit ausrollen lassen können, anstatt stark bremsen zu müssen – herrlich. Schnell hatten wir unser Gepäck eingesammelt, um fünf Uhr morgens ist einfach nicht viel los – egal wo du bist.

Wir liefen dann zu den Bus-Countern und kauften uns ein Ticket für die Fahrt in die Stadt. Schon beim Erreichen des Parkplatzes wurde uns klar, dass uns ab sofort eine andere Art von Busfahren erwarten würde. Ein moderner Bus mit Klimaanlage fuhr an einem ihm zugewiesenen Stellplatz vor und nahm unser Gepäck in seinem sauberen Gepäckfach auf. Beim Einsteigen dann die Steigerung, man kauft wohl immer einen festen Sitzplatz, so dass wir nicht mehr in den Bus rennen müssen um einen Platz zu ergattern, und die Sitze sind riesig, bequem, sauber und konnten fast bis in eine komplette Liegeposition verändert werden – himmlisch.
Am Busbahnhof angekommen, bahnten wir uns unseren Weg zur Metro die uns stark an die in Dubai erinnerte, eben nur nicht in dieser letzten Perfektion wie es wohl nur die Dubaier hinbekommen. An unserer Zielstation angekommen, machten wir uns auf die Suche nach unserem Hostel. Es war mittlerweile acht Uhr morgens und es hatte bereits ca. 30°C. Wir waren also dankbar als wir unsere Unterkunft für die kommenden zwei Nächte endlich gefunden hatten und wurden in der kühlen Lobby unser Gepäck los. Wie wir schon befürchtet hatten, konnten wir leider noch nicht einchecken, so dass wir weitere zwei Stunden im Gemeinschaftsraum abwarteten. Endlich im Zimmer angekommen, holten wir erst mal ein wenig Schlaf nach. Nach dieser Erholung wurde uns erst klar, dass das Hostel einerseits super modern, neu und sauber war und zum Anderen, dass unser Zimmer gar kein Fenster hatte. Für malaysische Verhältnisse völlig normal, aber wir mussten uns daran erst mal gewöhnen. Es sollte sich später auch noch zeigen, dass das gar nicht so einfach ist, wenn man nicht weiß ob es draußen hell oder dunkel ist. Wir erkundeten dann erstmal die nähere Umgebung und schlichen uns durch die sich aneinanderreihenden Mall. Uns wurde bewusst wie sehr wir eine moderne, saubere Stadt vermisst hatten. Am ersten Abend „gönnten“ wir uns nur eine Tütensuppe im Hostel, da wir beide so gerädert waren, dass wir einfach nur noch ins Bett wollten.

Der nächste Tag startete erstaunlich spät. Das lag zum Einen an der Zeitverschiebung zu Sri Lanka und zum Anderen am bereits erwähnten fehlenden Fenster. Man hatte einfach das Gefühl es wäre noch tiefste Nacht. Nach dem Frühstück im Gemeinschaftsraum und Sonnenlicht wachten unsere Geister langsam auf und wir machten uns auf den Weg unsere Ziele des Tages zu erreichen. Wir besuchten den innerstädtischen Park, welcher eine Oase der Stille mitten in KL ist. Auf einer riesigen Fläche bietet er Seen, Vogelparks, Schmetterlingsflächen und sogar ein Rehgehege. Wobei man uns Deutsche mit Letzterem nicht umhauen konnte. Danach, mittlerweile weit über 35°C heiß, besichtigten wir die Nationalmoschee. Es ist einer der wenigen Moscheen die man auch als Nicht-Moslem betreten darf. Leider hatten wir aber das Pech, dass genau zu unserer Ankunft zum Gebet gerufen wurde und dann der Zutritt wiederum verboten ist. So beschlossen wir nach Chinatown weiterzulaufen und es ist es genauso wie man es sich vorstellt: laut, wuselig, viele bunte Lampions, aneinander gereihte Verkaufsstände und jede Menge Streetfood. Dort probierten wir uns dann auch erstmals durch das angebotene Essen und waren in den meisten Fällen begeistert. Auch wenn man nie so genau wusste was man da jetzt eigentlich gerade isst. Da uns die bisher gelaufene Strecke und die Hitze ziemlich ausgelaugt hatten, machten wir uns auf den Rückweg zum Hostel. Wir wollten noch etwas Kraft tanken, bevor es abends zu einer ganz besonderen Location ging – dem Heli Deck.

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Sonnenuntergang auf dem Heli-Deck

Es ist tatsächlich genau was nach was es klingt: ein tagsüber genutzter Helikopter Landeplatz der abends zur Bar umfunktioniert wird. Dank zahlreicher Hinweise im Internet, machten wir uns frühzeitig auf den Weg und konnten bis zur Öffnung der Plattform in der zwei Etagen darunter befindlichen Lounge bereits unsere Getränke bestellen. Da der Besuch kostenfrei ist, schlagen die Betreiber dann bei den Getränken ordentlich auf. So bezahlten wir für unsere zwei Bier ca. 15€. Aber der Blick der sich uns dann beim Betreten des Heli Decks bietet, war das Geld definitiv wert. Von der 37. Etage haben wir ein 360 Grad Panorama und das komplett im Freien. Da wir schon so früh da waren, ergatterten wir einen der wenigen Tische. Wenig später boten wir unsere zwei freien Stühle einem jungen Paar an und kommen ins Gespräch. Wir können es kaum fassen, dass wir in Malaysia auf einem Heli Deck sitzen, zwei Fremde an unseren Tisch lassen und wo studiert der junge Mann: in Karlsruhe! Irgendwie ist die Welt doch nicht so groß wie man denkt.

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Frische Wäsche!

Leider wurde der Abend viel zu früh beendet, denn wir hatten uns an diesem Tag noch einen ganz besonderen Luxus geleistet und die meisten unserer Klamotten in eine Wäscherei gegeben. Der Mitarbeiter sagte, wir müssten unsere Wäsche um 20 Uhr abholen und da wir beim Geniessen des Panoramas die Zeit ein wenig aus den Augen verloren hatten, rannten wir fast den ganzen Weg dorthin um unsere Sachen noch abholen zu können. Wir erfuhren erst dort, dass wir auch noch viel später hätten kommen können – uff. Naja, egal. Wir zurück ins nebenan gelegene Hostel um unsere frischen Sachen auszupacken und das Strahlen in unserem Gesicht glich sicher einem Kind beim Weihnachtsgeschenke auspacken.

Da wir nicht damit gerechnet hatten, dass derzeit Hochsaison auf Malaysia ist, hatten wir unsere Mühe für die kommenden Tage und Wochen Unterkünfte zu finden. Deshalb beschlossen wir unseren Aufenthalt in KL um eine Nacht zu verlängern um in Ruhe planen zu können wie wir weiter machen würden. Außerdem war Christophs Sonnenbrille kaputt gegangen war, so dass wir die Zeit auch nutzen konnten um eine Neue zu finden.

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Yammie! Maiskolben vom Grill.

Der zusätzliche Tag brachte uns dann glücklicherweise alles was wir brauchten: eine neue Sonnenbrille, eine Unterkunft in den Cameron Highlands und ein Busticket dorthin. Diesen also sehr gelungenen Tag schlossen wir mit einem Abendessen von einem Foodtruck ab. Wir kauften uns dort querbeet durch das Sortiment und wurden am Ende auch nicht enttäuscht. Auch wenn sich einiges leider (für Christoph) als Fisch herausstellte, schmeckte alles hervorragend und kostete uns gerade mal drei Euro – wir waren begeistert. So gut gesättigt sanken wir ein letztes Mal in unsere Betten in KL und waren bereits voller Vorfreude am nächsten Tag die Stadt dann auch wieder zu verlassen und uns in die Cameron Highlands aufzumachen um dort dann die nächsten Tage im Hochland wandern können.

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1 Kommentar

  1. Margrit Rangnick 12. August 2016

    Mutig, mutig !!!

    Weiter viele tolle Eindrücke von Land und Leute vor allem aber Gesundheit

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