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Sri Lanka – Nuwara Eliya

Ohne unsere liebgewonnenen Begleiter suchen wir unseren Bus Richtung Nuwara Eliya (ausgesprochen Nurelia). Man teilt uns auf Nachfrage mit, dass es nur einen „privaten“ Mini-Bus dort hin gäbe. Wir sind uns eigentlich ziemlich sicher, dass das nicht stimmt, aber da wir beide ziemlich geschafft sind nach unserem nächtlichem Aufstieg auf den Adam’s Peak ist es uns schlichtweg egal. Es ärgert uns lediglich, dass wir tatsächlich für unsere Rucksäcke einen Sitzplatz bezahlen müssen. Aber gut, wir reden von 1€ mehr für eine fast 2 stündige Fahrt. Wir werden es wohl verkraften.
In Nuwara Eliya angekommen sind wir erst einmal geschockt: uns empfängt Regen und eine eisige Kälte. Noch in Flip-Flops gekleidet suchen wir uns schnell ein Tuk-Tuk das uns zum Guesthouse bringen soll. Wir sind völlig überrascht als der Fahrer uns einen realistischen Preis vorschlägt den wir nicht mehr weiter verhandeln müssen. Das ist uns bisher noch nie passiert. An der Unterkunft angekommen, entscheiden wir uns schnell zu dem was wir die nächsten 24 Stunden tun werden: auf der Couch mit einer Decke einmummeln und eine Tasse Tee trinken. Denn wie es bei uns immer kommt, Christoph wird auch krank. Aber wir haben uns zum Glück vorab entschieden auf jeden Fall zwei Nächte zu bleiben, so dass wir hoffen das uns die Erholung gut tun wird. Die Familie die die Zimmer anbietet ist sehr hilfsbereit und versorgt uns außerdem mit Tee, Honig und einem Erkältungsbalm. Uns geht es nach der ersten Nacht tatsächlich schon besser, so dass wir es am nächsten Tag wagen zum See und in die Stadt zu laufen. Das Wetter spielt auch mit und die Sonne begleitet uns auf unserem Weg. Unser erster Stop ist an einem wundervollen Restaurant mit Blick auf den See. Wir gönnen uns erstmals ein großes Mittagessen und genießen diesen schönen Ort. Es ist bisher die schönste Stadt die wir besucht haben, man erkennt schnell warum sie auch „Little England“ genannt wird. Im 19. Jahrhundert wurde der Ort als Erholungsort für die Britischen Kolonialbeamten gegründet und viele der Gebäude sind bis heute erhalten. Selbst die neuen Gebäude werden im gleichen Stil gebaut, was der Stadt einen außergewöhnlichen Charme gibt. Wobei wohl die auf „englische Art“ gepflegte Pferderennbahn und der Golfplatz mitten in der Stadt den größten Eindruck hinterlassen haben.

Da wir uns entschieden haben direkt an die Ostküste nach Arugam Bay weiter zu fahren und nicht wie ursprünglich angedacht nach Ella, müssen wir uns heute damit beschäftigen wie wir dort hin kommen. Aus diversen Blog-Einträgen anderer Reisender erfahren wir, dass es keine Zugverbindung gibt. Um auf Nummer sicher zu gehen, laufen wir deshalb noch zum Busbahnhof. Dort gibt es immer eine Touristen-Information die einem bei der Routenplanung hilft. Der Mitarbeiter teilt uns die richtige Busverbindung mit und rät uns jedoch dazu ein Taxi zu nehmen, da die Strecke ja so unglaublich lang wäre. Er würde uns auch einen gaaaaanz speziellen Preis machen, nur 11.000 Rupien (ca. 70€). Wir lehnen dankend ab, schließlich zahlen wir für den Bus stolze 3,50€ – für beide zusammen wohlgemerkt!

Abends gönnen wir uns eine heiße Suppe, da fast alle Häuser in Sri Lanka keine Heizung besitzen, wird es auch im Inneren nicht wirklich warm. Dabei werden wir vom Sohn der Familie (ca. 2 Jahre alt) ziemlich bespaßt. Als Christoph jedoch sein Spielzeug auf den Boden legt um den Kleinen vom Tisch auf den Boden zu bekommen, rastet dieser völlig aus und beschimpft Christoph mehrere Minuten auf singalesisch. Er wird wohl von den Eltern doch etwas zu sehr verhätschelt, aber hey – welche Mutter macht ihrem 2 Jährigen abends um 21 Uhr nicht auch mal frischen Reis wenn der keine Lust auf den schon fertigen Brei hat?! 
Wir sind nach der Wutattacke also ganz froh, als wir endlich im Bett liegen. Für den nächsten Morgen ist bereits ein TukTuk bestellt und wie sollte es anders sein, müssen wir natürlich wieder in aller Frühe aufstehen um den Bus zu bekommen. Wir sind gespannt wie die 6 stündige Busfahrt mit den 3 Umstiegen wird und freuen uns auf sonniges Wetter und Meer.

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1 Kommentar

  1. Michael 25. Juli 2016

    Alles Gute zum Geburtstag Liebe Mia
    Verbringt einen schönen Tag
    Deine Eltern vermissen Dich

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