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AuRevoir Heimat

Unfassbar wie schnell die Zeit vergeht. Da sind wir im einen Moment noch mit unseren Freunden im Wohnzimmer bis morgens um 7Uhr am „Abschieds“-Tanzen und ehe man sich versieht, sind wir unsere Wohnung für die kommenden 6 Monate los. Und obwohl wir beide als Architekten eher ein schlichtes Interieur bevorzugen, kam uns die Wohnung am Ende ohne unsere persönlichen Gegenstände eher wie eine Musterwohnung von Ikea vor.

All unsere Habseligkeiten schlummern nun im Keller, der mit viel Geschick und noch mehr Glück tatsächlich alle Kartons aufnehmen konnte. Denn die ersten Schätzungen (von Christoph) von circa 8 Kartons erwiesen sich als völlig unrealistisch. So wurden es schlussendlich mehr als 20 Kisten voller Dinge auf deren Vielfältigkeit wir uns bei unserer Rückkehr höchstwahrscheinlich sehr freuen werden.

Der Abschied von der Wohnung fiel uns überraschend schwer. Mit ihr verbinden wir nämlich nicht nur unsere Heimat, sondern sie erinnert uns vielmehr an alle unvergesslichen, witzigen, herzlichen und tollen Momente mit den besten Freunden die man sich wünschen kann. Es ist also nochmal ein endgültiger Abschied von Allen die wir die nächste Zeit nur noch über den Bildschirm sehen können.

Gepäck

Equipment – mit dabei Pechvogel „Jonathan“

Aber in den letzten Tagen vor der Wohnungsübergabe an unseren Untermieter gab es neben dem stressigen Packen, Sortieren und Putzen auch freudige Momente, z.B. als wir unsere Rucksäcke final packten und wogen. Denn während der letzten Wochen drückten wir uns erfolgreich vor dem ersten Probe-Packen der großen Rucksäcke, vor lauter Furcht sie könnten unser gesetztes Zielgewicht von maximal 15 Kilogramm weit überschreiten.

Es türmte sich schließlich ein riesiger Haufen von Utensilien, Klamotten und Equipment um den Rucksack herum auf. Aber dann kam der Moment der Wahrheit und wir glaubten erst an einen Messfehler. Die Waage zeigte bei beiden Rucksäcken unter 12 Kilo an.

Wir haben also unser ganzes Leben der nächsten 6 Monate in einem Gepäckstück verstaut und sind bereit die Welt zu entdecken. Bevor es soweit ist, verbringen wir die letzten 10 Tage auf deutschem Boden mit unseren Familien und erleben zum Abschluss sogar noch ein legendäres Panzer-Familientreffen im Harz. (Wer diese nicht kennt: 30 Verwandte, 3 Tage, bunt, laut, mit viel Essen und Spaß).

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Thema von Anders Norén